Die österreichische Cellistin Katharina Weißenbacher begann das Violoncellospiel im Alter von sechs Jahren und entschied sich früh für den Beruf als Musikerin. Nach erstem Unterricht an der Musikschule wechselte sie 1997 an das Konservatorium in Klagenfurt zu Prof. Miloš Mlejnik.

Ihr Studium führte sie an die Musikhochschule in Köln, die Musikhochschule in Würzburg (Deutschland), die Accademia za Glasbo v Ljubljani (Slowenien) und zuletzt an die Zürcher Hochschule der Künste (Schweiz). Zu ihren Lehrern zählten u.a. Miloš Mlejnik, Orfeo Mandozzi, Claudius Hermann und Claus Kanngiesser.

Meisterkurse absolvierte sie aktiv bei Wolfgang Boettcher, Natalia Gutman, David Geringas, Antonio Meneses, Enrico Dindo, Wen-Sinn Yang und anderen. Sie bekam wichtige Impulse von Josef Luitz, Katharina Troe, und Thomas Schmitz.

Nach ihrem Konzertfachdiplom an der Musikhochschule Köln wurde sie einstimmig in die Meisterklasse an der Hochschule für Musik in Würzburg aufgenommen und studierte parallel dazu Instrumentalpädagogik und Slowenisch am Institut für Slawistik. Die Meisterklasse schloss sie im November 2009 ab und der IGP-Abschluss folgte im März 2010.

Sie ist Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe, wie z.B. dem Bundeswettbewerb Prima La Musica, Junge Solisten 2000 und dem Internationalen Kammermusikfestival Allegro vivo, sowohl als Solistin und als Kammermusikerin. Auch in der Zusammenarbeit mit Modernem Tanz und Schauspiel, sowie im Bereich Jazz wurde sie mit Preisen ausgezeichnet.

Von 2010 bis 2012 studierte sie im Master of Performance mit Schwerpunkt Orchester an der Zürcher Hochschule der Künste, wo sie bei Claudius Herrmann und Orfeo Mandozzi Unterricht erhielt. Sie bestand die Diplomprüfung mit Auszeichnung. Ihr besonderes Interesse für den Jazz brachte sie auch an die Jazzabteilung der ZHdK, wo sie bei Daniel Pezzotti das Variantfach Jazzcello absolvierte. Seitdem beschäftigt sie sich ausserdem mit Jazzforschung mit dem Thema "Jazz in der DDR" und doktorierte von 2012 bis 2018 an der Kunstuniversität Graz. Ihre Dissertation "Jazz unter der Kontrolle des Systems – Die Entwicklung des Jazz in der DDR nach dem Mauerbau" wird demnächst veröffentlicht. Katharina Weißenbacher referiert regelmäßig an internationalen Konferenzen, ist Mitglied von Radio Jazz Research und veröffentlichte erste Publikationen.

Sie absolvierte ein Praktikum im Orchester des Opernhauses Zürich und spielte von 2012 bis 2015 als regelmässige Zuzügerin im Musikkollegium in Winterthur und projektweise im Opernhaus in Zürich.

Ihre besondere Leidenschaft sind das Unterrichten und Kammermusik. Derzeit unterrichtet Katharina Weißenbacher an der Musikschule Appenzell und an der Kantonsschule Sargans.

Sie spielte von 2012 bis 2018 bis zu der Auflösung des Ensembles im Trio Fellini mit Katia Braunschweiler, Klavier und Dimitri Ashkenazy, Klarinette. Gemeinsam mit Jürg Hanselmann, Klavier und Franco Mettler, Klarinette gründete sie 2017 das Segantini Trio und spielt mit Lorena Dorizzi im Celloduo In&Out. In der Besetzung Violoncello/Klavier Duo arbeitet Katharina Weißenbacher mit Sven Witzemann, Lisa Maria Schachtschneider und Eleonora Em zusammen.

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